07.12.2022

Mathys –
Arzt-Interview

Flexibel und stabil zugleich: Erste Erfahrungen mit dem EMPOWR 3D Knee System

Die Anforderungen der Gesellschaft an Mobilität haben sich deutlich geändert. Der Bedarf an Flexibilität für sportlich Aktive ist ebenso gross wie an Stabilität, meinen die orthopädischen Chirurgen Dr. Hervé Silbert, Frankreich, und Dr. Eric Reiss, Schweiz. Wir fragten nach ihren ersten Erfahrungen mit der innovativen «Natural Motion Technology».

Dr. Eric Reiss

Dr. Eric Reiss hat an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg Medizin studiert und ist seit 2004 Facharzt für Orthopädie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH. Er hat einen Abschluss in Gesundheitsökonomie der european business school (ebs) und ist Mitglied in verschiedenen Fachgesellschaften. Von 2004 bis 2006 war der Experte Oberarzt am Kantonsspital Olten. 2005 begann er seine Tätigkeit als Mannschaftsarzt des EHC Olten. Seit 2006 führt Dr. Reiss seine OrthoPraxis PhysioReha Mitelland, Zofingen (Schweiz), in Praxisgemeinschaft mit Dr. Lorenz Bichsel.

Dr. Hervé Silbert

Dr. Hervé Silbert hat seine medizinische Ausbildung in Clermont-Ferrand absolviert und sich zunächst in Allgemeiner Chirurgie und später als Spezialist für Knie- und Fusschirurgie etabliert. Dr. Silbert ist Chirurg für Sportverletzungen und arbeitet an einer chirurgischen Poliklinik in Boujan-sur-Libron. Er ist Mitglied der französischen Gesellschaft für Sportmedizin und der Europäischen Gesellschaft für Sportlerknie-Chirurgie und Arthroskopie.

Interview

Was hat Sie veranlasst, das EMPOWR 3D Knee einzusetzen?

Dr. Reiss: Viele meiner Patienten mit Bedarf an einer neuen Knieprothese sind sportlich aktiv und spielen Tennis, gehen Wandern oder Tanzen. Sie fragen deshalb nach Prothesen, die hohe Aktivitätslevel und Funktionalität erlauben. Das Bewegungsausmass, die «Range of Motion», sollte relativ ausgeprägt sein. Gleichzeitig muss eine Prothese aber auch ein hohes Mass an Stabilität in allen Gelenkpositionen bieten. Das neue Knie muss also gut belastbar sein, beweglich und besonders eine gute Rotation ermöglichen. Mit der EMPOWR 3 D Knee Prothese ist diese Kombination sehr gut gelungen, wie ich finde. Deshalb habe ich sie bereits mehrfach eingesetzt.

Dr. Silbert: Dazu möchte ich ergänzen, dass es sich bei der Prothese um ein innovatives, vielversprechendes Konzept handelt. Ich hatte bereits viel dazu aus den USA gehört. Ich mag Innovationen, aber nur solche, die sicher sind, einen Mehrwert haben und kein erhöhtes Risiko bergen. Und davon konnte ich bei dieser Prothese ausgehen. Wie alle meine Kollegen sehe ich es als meine Pflicht, nur hochwertige und sichere Implantate zu verwenden.

 

Was waren Ihre ersten Erfahrungen bei der Implantation mit dem EMPOWR 3D Knee-System?

Dr. Silbert: Die EMPOWR 3D Knee-Prothese bietet für jede Operationsstrategie verschiedene Möglichkeiten der Implantation. Das ist wichtig, denn je nachdem wo und wie die Chirurgen ausgebildet wurden, gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Es kann also sowohl an der Tibia als auch am Femur begonnen werden. Das ist mit dem EMPOWR 3D Knee überhaupt kein Problem - ich schätze das sehr. Das System passt sich quasi den Gewohnheiten der Chirurgen an, so dass jeder damit zurechtkommen kann. Die Implantation ist intuitiv und sehr präzise möglich.

Dr. Reiss: Ich konnte auch feststellen, dass das Instrumentarium eine hohe Fertigungsqualität aufweist. Ausserdem verfolgt die Anleitung zur Operation eine gut durchdachte Logik, insbesondere auch für die Operationsassistenten. Die einzelnen OP-Schritte sind sehr gut abgebildet.

 

«Mit dem EMPOWR 3D Knee kommen wir dem "vergessenen Knie" einen Schritt näher».

 

Welche klinischen Herausforderungen werden aus Ihrer Sicht mit dem EMPOWR 3D Knee adressiert?

Dr. Reiss: Mit dem EMPOWR 3D Knee System kann ein enorm breites Patientenspektrum versorgt werden. Sie ist sowohl für sportlich aktive Patienten als auch für Zielgruppen mit einem hohen Bedarf an Stabilität geeignet. Ausserdem ist auch das e+-Tibia-Inlay zu nennen. Dem Polyethylengranulat wird Vitamin E untergemischt, was das Material vor Oxidation und somit Versprödung schützt. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies zu einer Standzeitverlängerung führt. Das ist wichtig für die Patienten. Ich schätze, dass die üblichen Standzeiten von 10 bis 15 Jahren deutlich erhöht werden können. Besonders jüngere Patienten profitieren davon. Es erleichtert ihre Entscheidung, sich die Prothese implantieren zu lassen, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind. Das Implantat könnte die Lebensqualität deutlich erhöhen, und zwar über die Jahre hinweg.

Dr. Silbert: Ich kann dies absolut bestätigen. Aus meiner Sicht kommen wir mit der EMPOWR 3D Knee Prothese dem „vergessenen Knie“ ein Stück näher. Menschen mit Implantat sollen nicht spüren, dass ihr eigenes Knie ersetzt wurde. Nach meinen Erfahrungen sind wir hier auf einem guten Weg: Die bislang operierten Patienten hatten nach 6 Wochen keine Schmerzen mehr und die Beugung ist gut. Es gibt keine Reibung und keine Spannung. Der Einsatz der Patella funktioniert aufgrund des Designs sehr gut. Und auch das Konzept der asymmetrischen Tibia steht absolut im Einklang mit den Erfordernissen der Zeit. Wir erreichen die Stabilität des natürlichen, gesunden Knies über den gesamten Bewegungsumfang mit der Prothese sehr gut.

 

«Hohe Qualität und Verarbeitung der Prothese und gute Service-Qualität schaffen Vertrauen».

 

Was würden Sie Ihren Kollegen weitergeben, wenn Sie mit dem EMPOWR 3D System starten?

Dr. Reiss: Bislang ist unsere Erfahrung noch recht kurz. Die EMPOWR 3D Knee Prothese ist erst seit August 2022 in Europa verfügbar. Allerdings sind meine ersten Erfahrungen vielversprechend. Die Patienten sind früh und erfolgreich zu mobilisieren, wie Dr. Silbert bereits erwähnte. Die Beweglichkeit ist gut bis sehr gut im Zeitvergleich. Wir haben unsere Kontrolluntersuchungen nach 6 Wochen und nach 3 Monaten. Deshalb können wir das EMPOWR 3D Knee System schon ein wenig mit anderen Prothesen vergleichen. Ein zweiter wichtiger Punkt ist bei dieser Prothese aber auch die hohe Servicequalität. Die Versorgungskette ist sehr gut, es gibt keine Lieferschwierigkeiten und vom Hersteller fühle ich mich gut betreut.

Dr. Silbert: Aus meiner Sicht handelt es sich bei dem EMPOWR 3D Knee System um eine innovative Prothese, die sicher ist und eine moderne Philosophie verfolgt. Qualität und Verarbeitung sind sehr hochwertig, wie ich das von Mathys gewohnt bin. Das System ist sehr zuverlässig und lässt sich nicht nur von Spezialisten, sondern auch von jungen Kollegen gut implantieren. 

 

«Mit dem EMPOWR 3D Knee System können wir auch Unentschlossene gewinnen».

 

Wie könnten aus Ihrer Sicht die Patienten von der EMPOWR 3D Knee Prothese profitieren?

Dr. Silbert: Es gibt immer noch einen grossen Teil Patienten, die vor einer Prothese zurückschrecken. Diesen Menschen müssen wir einen qualitativ hochwertigen Gelenkersatz anbieten, der möglichst nahe an das natürliche Knie herankommt. Nur dann können wir diese unentschlossenen Patienten überzeugen. Mit der EMPOWR 3D Knee Prothese und der Natural Motion Technology haben wir jetzt ein gutes neues Argument in der Hand. Damit erreichen wir sowohl die jungen Sportlichen als auch die älteren Patienten, die beweglich und sicher sein wollen. Die hohe Stabilität ist vor allem für die Älteren von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig ist das EMPOWR 3D Knee durch das asymmetrische Design sehr flexibel und bietet Mobilität. Das ist für die Sportlichen von grossem Vorteil. Man kann sagen, die Prothese bringt das beste beider Welten mit.

 

Und was werden Ihre Patienten an der EMPOWR 3D Knee Prothese schätzen, Herr Dr. Reiss?

Dr. Reiss: Wenn ich mit meinen Patienten über verschiedene Prothesen-Möglichkeiten spreche, dann hole ich sie bei ihrem biologischen Alter ab und frage nach ihren Ansprüchen. Erst dann wähle ich aus den verfügbaren Prothesen etwas Passendes aus, erläutere den Patienten die Vor- und Nachteile und entscheide mit ihnen gemeinsam. Die Patienten profitieren von einer sorgfältigen Auswahl. In Bezug auf die EMPOWR 3D Knee Prothese muss ich sagen, dass ich bislang noch nie eine Arthrofibrose gesehen habe. Die Rehabilitation ist gut und zügig. Die Schmerzreduktion erfolgt schnell. Die Beweglichkeit ist gut. Meine Patienten sind bisher sehr zufrieden.

 

Herr Dr. Silbert, Herr Dr. Reiss, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

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